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Egal ob mit oder ohne Vertragslaufzeit

















DIE RUFNUMMERNMITNAHME
In der Telefonie
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Die Rufnummernmitnahme,  die in Fachkreisen auch als Rufnummernportierung bezeichnet wird,
ist  eine in allen Bereichen der Telefonie vorgesehene Möglichkeit,
beim  Wechsel des Telefondienstanbieters die bisher genutzte  Rufnummer weiter  zu verwenden.
Die Mitnahme der angestammten Rufnummer ist insbesondere  für gewerblich tätige Telefonkunden von wesentlicher Bedeutung,
da sie  ein zentrales Mittel der Kommunikation mit Kunden und Lieferanten ist.
Besonders im Mobilfunksektor kommt es nicht selten zu Problemen bei der  Rufnummernmitnahme,
die sich oft aus Fehlern bei der Datenübertragung  oder aus rechtlichen Problemen bei der Wirksamkeit
der oft mit dem  Antrag auf Rufnummernportierung verbundenen Kündigung des  Telekommunikationsvertrages ergeben.

Die Rufnummernportierung bei Festnetzanschlüssen
Seitdem es in Deutschland konkurrierende Festnetzanbieter gibt, besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit der Rufnummernmitnahme beim Anbieterwechsel. Im Regelfall wird die Portierungsanfrage gemeinsam mit der Kündigung vom aufnehmenden an den abgebenden Netzbetreiber geschickt. Die Portierungsantrag sollte möglichst schon vor dem Wirksamwerden der Kündigung vorliegen. Der abgebende Anbieter legt das Portierungsdatum unter Beachtung bestehender Vertragsbindungen bzw. Kündigungsfristen fest. Die notwendigen Umschaltungen erfolgen innerhalb eines sogenannten Schaltfensters, in dem der betroffene Anschluss kurzfristig nicht erreichbar sein kann. Der abgebende Anbieter muss sicherstellen, das eingehende Anrufe binnen einer Rufumlenkzeit von mindestens 60 Tagen den bisherigen Anbieter erreichen.

Die Rufnummernmitnahme in den Mobilfunknetzen
Gemäß § 46 Absatz 4 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) müssen alle Mobilfunkanbieter sicherstellen, dass eine sofortige Rufnummernportierung unabhängig vom Fortbestand des bisherigen Vertrages jederzeit möglich ist. Meist erfolgt eine Rufnummernmitnahme beim Auslaufen eines Mobilfunkvertrages bzw. nach Ablauf der vertraglichen Kündigungsfrist. Grundsätzlich kann eine Rufnummernportierung jedoch auch dann erfolgen, wenn der Mobilfunkvertrag, für die die Rufnummer vergeben wurde, fortbesteht. In diesem Falle wird die Rufnummer auf den aufnehmenden Provider umgeschaltet, während der  abgebende Anbieter dem Kunden ersatzweise eine neue Mobilfunknummer zuteilt. Dabei ist der abgebende Mobilfunkdienstleister verpflichtet, die Rufnummernmitnahme binnen 120 Tagen vor und 30 Tagen nach der Beendigung des Handyvertrages auf Kundenwunsch vorzunehmen.                                  
Die einzuhaltenden Formalien
Oft ist der aufnehmende Dienstleister bereit, die Beauftragung der Rufnummernportierung im Rahmen des Neuabschlusses eines Mobilfunkvertrages zu vermitteln. Wichtig ist immer das Vorliegen eines wirksamen Übertragungsantrages, der meist mit einer fristgemäßen Kündigung des Vertrages beim abgebenden  Anbieter verbunden ist, aber nicht sein muss. Der Antrag auf Rufnummernmitnahme muss immer die Anschluss-, Personal- bzw. Firmendaten (Name, Anschrift,  ggf. Geburtsdatum, Vertrags- und Rufnummer) enthaltenen, unter denen  der Vertrag beim abgebenden Provider geführt wird. Ansonsten weist  dieser den Antrag auf Rufnummernübertragung wegen fehlender Übereinstimmung der Daten zurück. Von wesentlicher Bedeutung ist auch  die Wahrung etwaiger Formerfordernisse. Dazu gehört, dass eine etwaige  Kündigung und der Portierungsantrag vom Kunden bzw. bei einem Firmenkunden von einer vertretungsberechtigten Person unterzeichnet ist. Aus Beweisgründen ist es ratsam, alle relevanten Willenserklärungen per Einschreiben mit Rückschein so rechtzeitig zu versenden, dass die Einhaltung etwaiger Fristen gewährleistet ist.

Die Portierung durch den neuen Anbieter
Vielfach sind die Mobilfunkdienstleister bereit, einem Neukunden die Rufnummernmitnahme zu erleichtern. Nach dem Abschluss des neuen Mobilfunkvertrages leitet dieser den Antrag auf Rufnummernportierung an den abgebenden Provider weiter. Stimmen alle relevanten Daten überein, bestätigt der alte Anbieter nach einigen Tagen den Antragseingang und nennt das von ihm festgelegte Portierungsdatum. Am  Portierungstag erfolgt die Schaltung der Rufnummer auf den neuen  Anbieter. Dabei kann es vorkommen, das der Anschluss aus technischen Gründen kurzzeitig nicht erreichbar ist. Lehnt der bisherige Provider die Rufnummernmitnahme - meist aus formalen Gründen - ab, sollte schnellstmöglich ein Neuantrag gestellt werden, in dem die gerügten Mängel beseitigt sind, da regelmäßig Portierungsfristen zu beachten sind.

Die Kosten der Rufnummernportierung
Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hat im November 2004 das zulässige Entgelt für die Rufnummernübertragung auf seinerzeit 29,95 Euro festgelegt. Aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten Erhöhung der Mehrwertsteuer beträgt die Höhe heute 30,72 Euro. Die meisten Provider erheben Gebühren von 25,95 bis 30,72 Euro.

Einige Anbieter entschädigen Neukunden für diese Einbuße, indem sie einen ähnlich hohen Bonus gewähren.  

Die Rufnummernportierung bei Prepaidhandys
Auch bei Prepaidtarifen ist eine Rufnummernmitnahme möglich. Eine Prepaid-SIM wird auf Antrag übertragen, der als  "Verzichtserklärung" bezeichnet wird. Wichtig ist das Vorhandensein eines ausreichenden Prepaid-Guthabens, um die Kosten der Rufnummernportierung abzudecken.
















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Sofortige Rufnummernmitnahme vor Vertragsende
Eine Rufnummernmitnahme ist jederzeit, auch bei laufenden Vertrag möglich
Herausgegeben von Marvin Lauer - 11/10/2016
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